Pastoraler Raum
Wir müssen die pastoralen Strukturen so gestalten, dass die Verkündigung der Frohen Botschaft unter in Zukunft deutlich veränderten Rahmenbedingungen möglich sein wird", so lautet das Statement von Bischof Felix Genn zum sog. "Prozeß zur Entwicklung pastoraler Strukturen (PEPS)". Hintergrund für diesen Veränderungsprozeß sind sich nachteilig entwickelnde Fakten: Weniger Priester und Pastoralreferenten wie auch Ehrenamtler, die bereit sind sich zu engagieren, sinkende Katholikenzahlen und Gottesdienstbesucher sowie geringere finanzielle Möglichkeiten erfordern zwangsläufig eine strukturelle Anpassung. Nachdem 2023 die pastoralen Räume beschlossen wurden und das GocherLand mit Goch und Uedem einen solchen bildet, geht es vom 01.01.2024 bis 31.12.2025 darum, mit sog. Koordinierungsteams die Zusammenarbeit zu üben und ein Leitungsteam vorzubereiten, das spätestens ab dem 01.01.2026 die Arbeit in dem Pastoralen Raum aufnehmen soll.
Für Fragen, Anregungen und Hinweise, die den Strukturprozess, die Idee des „Pastoralen Raums“ und die Aufgaben der Koordinatorin betreffen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Melden Sie sich dazu bitte unter den unter Kontakte genannten Möglichkeiten!
Weitere aktuelle Informationen finden sich auch auf der Bistumsseite [Externer Link].

Leitungsteam für den
Pastoralen Raum Goch-Uedem nimmt Arbeit auf
Haupt- und Ehrenamtler übernehmen gemeinsam Verantwortung in Kirche
Das Leitungsteam für den Pastoralen Raum Goch-Gocherland-Uedem steht fest. Ihm gehören Anne Broeckmann aus Uedem und Stefan Schulte-Werflinghoff aus Goch an. Sie werden gemeinsam mit der Pastoralreferentin Kirsten Ebben und Pfarrer Dr. Uchenna „Uche“ Aba zum 1. Januar 2026 von Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers ernannt und beauftragt.
Ab diesem Zeitpunkt übernimmt das Team die Verantwortung für den Pastoralen Raum und wird die pastorale Arbeit künftig in enger Abstimmung mit den Pfarreien koordinieren.
Das vierköpfige Leitungsteam wird zu einem späteren Zeitpunkt von einer Verwaltungsleitung ergänzt. Pfarrer Aba blickt gespannt auf die kommende Zeit: „Das wird eine große Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen. Ich habe zwei Jahre lang eine Fortbildung zur Leitung von Gremien absolviert, da wusste ich noch gar nicht, dass ich Teil des Leitungsteams hier werde. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Kirsten Ebben ist bis 2025 Bischöfliche Beauftragte und war dabei unter anderem für die Koordinierung des neuen Pastoralen Raumes zuständig. Sie betont, dass die Arbeit im Pastoralen Raum zwar mit Herausforderungen, aber auch Chancen verbunden sei.
„Gemeinsam Dinge weiterführen und Neues ermöglichen“, das ist das Ziel von Anne Broeckmann, die sich ehrenamtlich im Leitungsteam engagiert. „In den vergangenen Jahren ist Vieles auf der Strecke geblieben, ich sehe die Zusammenarbeit als eine Chance an, da gegenzusteuern“, betont sie. Ähnlich sieht es ihr ebenfalls ehrenamtlich engagierter Amtskollege Schulte-Werflinghoff der hauptamtlich beim Caritasverband Geldern-Kevelaer arbeitet. „Ich möchte mich mit meinen Kenntnissen dafür einsetzen, die Menschen in unserer Region näher zusammenzubringen und die Kirche weiterzuentwickeln“, erklärt er.
Seit dem 1. Januar 2024 bilden die drei Pfarreien St. Martinus und Arnold Janssen in Goch sowie St. Franziskus in Uedem den Pastoralen Raum Goch-Gocherland-Uedem. Mit diesen Räumen reagiert das Bistum Münster auf personelle und finanzielle Veränderungen – zugleich eröffnet es sich aber auch die Chance, kirchliches Leben gemeinsam neu zu gestalten. Ziel ist es, bestehende Angebote besser zu vernetzen und zugleich Raum für neue, kreative Projekte zu schauen. Wichtig dabei: Der Pastorale Raum bedeutet keine Fusion – die drei Pfarreien bleiben eigenständig.
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(Text: Pressedienst Bistum Münster)

Sie leiten künftig den Pastoralen Raum Goch-Gocherland-Uedem: Stefan Schulte-Werflinghoff, Kirsten Ebben,
Uchenna Aba und Anne Broeckmann (v.l.).
(Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
St. Arnold Janssen Goch
Mit „den Gochern“ gibt es über Pater Peters und Kirsten Ebben schon engere Verknüpfungen.
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Wenn man als Reisender die Stadtgrenze von Goch passiert, fällt im Ortsschild die Zusatzbezeichnung “Wallfahrtsort” auf. Mit unserem Heiligen Arnold Janssen, der in Goch geboren wurde, verbinden viele Menschen das weltweite Wirken der Steyler Missionarinnen und Missionare. Seit einigen Jahren stellen auch die “Steyler” den leitenden Pfarrer und weitere Geistliche in unserer Pfarrei. Pater Manfred Krause leitet das Seelsorgeteam, dem momentan Kaplan Georges Mondo, Pastoralreferentin Kirsten Ebben, Diakon em. Werner Kühle, Pater Hans Peters (als Wallfahrtsrektor) und Pater Heinrich Alkämper angehören. Pater Willi Jacobs, der noch im Wilhelm-Anton-Hospital aktiv ist, komplettiert das Team. Seit gut einem Jahr engagieren sich außerdem neun Leiter/innen von Wortgottesfeiern mit positiver Resonanz in unserer Pfarrei.
Mit dieser Mannschaft weht ein internationaler und offener Geist in unseren Kirchen, in denen sich regelmäßig Besucher-Gruppen aus Nah und Fern, insbesondere auch mit Steyler Ordensangehörigen, im Geburtsort ihres Gründers einfinden. Wir “Gocher” reiben uns manchmal die Augen, welche Ehrerbietung unserem Stadtheiligen aus aller Welt entgegen gebracht wird.
Den gut 11.000 Gläubigen unserer Gemeinde bieten wir mit der Maria-Magdalena Kirche im Orts-Zentrum einen über Jahrhunderte etablierten geistlichen Versammlungsraum. Die Kirche mit ihrem hochaufragenden Turm (der vor 30 Jahren einstürzte und wieder in neuer Form errichtet wurde) bildet einen markanten Blickpunkt im Gocher Gebäudeensemble.
Unsere Filialkirche Arnold Janssen am Ostring ist mit 41 Jahren eine der jüngsten Kirchbauten im Bistum und fördert mit ihrer offenen Innenraumgestaltung die gemeinsame Nähe aller Beteiligten, die sich zu den verschiedensten Anlässen in der Kirche versammeln. Mit der profanierten Liebfrauen-Kirche haben wir seit 2015 in Kooperation mit der Stadt Goch den neu ankommenden Flüchtlingen eine erste Unterkunft eröffnet – hier ist eine langfristige anderweitige Nutzung noch im Planungszustand. Unser Kirchenvorstand (mit 16 Mitgliedern) kümmert sich hauptsächlich um die wirtschaftlichen und personellen Belange rund um die Kirchengebäude, zwei Pfarrheime, zwei
Pfarrhäuser, sechs Kindergärten und umliegende Pachtflächen. Vielfältiges Glaubensangebot Im Pfarreirat mit 14 Mitgliedern drehen sich die Themen mehr um die seelsorgerische Begleitung auf vielen Ebenen. Als Ansprechpartner für alle Gemeindemitglieder und Paten für die zahlreichen Gruppierungen und Verbände hat der Pfarreirat das Ohr nahe am alltäglichen Leben in unserem Stadtgebiet. Auch wurden ökumenische Fäden zur evangelischen und freien evangelischen Gemeinde geknüpft, sodass ein religiöses Miteinander entstanden ist und weiter wächst. Wir sind mit Gottes Geistwerktags und sonntags unterwegs und finden in rund 25 (!) Gruppen und Verbänden Angebote und Orientierung für das eigene Leben, Spaß und Gemeinschaft, sinnerfüllte Freizeittätigkeit und Glaubenserfahrungen – von “ganz jung” bis ins hohe Alter. Jede/r ist herzlich eingeladen, sich ein eigenes Bild von einer trotz aller Widrigkeiten und Unzulänglichkeiten lebendigen katholischen Gemeinde in Goch zu machen. Und genauso sind wir neugierig auf die Begegnungen in den Nachbargemeinden GocherLand und Uedem.
Erste Informationsquelle und Anlaufstelle sind unsere Homepage und das Pfarrbüro direkt neben der Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit unseren Sekretärinnen Frau Ursula van Loon und Frau Sabine Jäger.
Willkommen, St. Arnold Janssen Goch!
Reiner Weidemann, Pfarreirat St. Arnold Janssen Goch
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Bis nach Uedemerbruch ist es für den Hommersumer fast schon ein Tagesausflug - der aber ruhig mal geplant werden soll!
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Die Pfarrei St. Franziskus umfasst seit der Fusion 2004 die Gemeindeteile Uedem, Keppeln und Uedemerbruch. Dort steht jeweils eine denkmalgeschützte Kirche: St. Laurentius in Uedem, St. Jodokus in Keppeln und Hl. Familie in Uedemerbruch. Außerdem unterhalten wir in Uedem und Keppeln jeweils noch ein Pfarrheim. In allen drei Kirchen findet am Wochenende eine Hl. Messe statt und jeweils eine Hl. Messe innerhalb der Woche. Die aktuelle Zahl der Katholiken beträgt 4.780. Zur Pfarrei gehören zwei Kindergärten, die in katholischer Trägerschaft sind.
Mit dem Laurentius-Haus, einer Senioreneinrichtung in Trägerschaft des Caritas-Verbandes Geldern-Kevelaer e.V., bestehen enge Verbindungen. Auch dort feiern wir regelmäßig Hl. Messen, Evokate Gottesdienste und Andachten.
Mit dem „Café-Konkret“ gibt es noch eine Anlaufstelle für Hilfsbedürftige. Diese Einrichtung wird ausschließlich von Ehrenamtlichen geführt und ist aus Uedem nicht mehr wegzudenken. Träger sind neben der katholischen Kirchengemeinde, die ev. Kirchengemeinde, die Freie ev. Gemeinde und der Caritas-Verband Kleve e.V.. In allen Ortsteilen gibt es einen Friedhof in Trägerschaft der Kirchengemeinde. Es gibt einen Kirchenvorstand und ein Pfarreiteam, außerdem noch einen Förderverein für unsere Kirchengemeinde.
Das Seelsorgeteam besteht aus zwei Priestern. Pfarrer Berthold Engels und Pater Varghese Kurian. Außerdem haben sich im letzten Jahr fünf Gemeindemitglieder zu Leitern von Wort-Gottes-Feiern ausbilden lassen.
Anders als in vielen Pfarreien ist im Frühjahr 2022 ein Pfarreiteam ins Leben gerufen worden. Das neun köpfige Team arbeitet nach einem eigenen Statut und in jährlichen Pfarrversammlungen wird über die Aktivitäten berichtet. Das Pfarreiteam versucht, Ideen und Projekte aus der Gemeinde zu fördern und zu koordinieren, die von den vielen Freiwilligen aus den Gemeindeteilen kommen. Damit in den einzelnen Gemeindeteilen weiterhin die Kirche im Dorf bleibt, ist auch bei uns ein Umdenken und Weiterdenken gefordert. „Die Kirche“ gibt es nicht, es sei denn, wir sind hier in St. Franziskus selbst die Kirche im Ort. Die Katholikenzahl und die Zahl
der Hauptamtlichen gehen im ganzen Bistum weiter zurück. Auch wir hier vor Ort bleiben nicht verschont und spüren dies. Durch den Pastoralen Raum erhoffen wir uns eine engere Verbindung zu den Nachbar-gemeinden Arnold-Janssen Goch und St. Martinus GocherLand, um gemeinsam auch zukünftig für alle Menschen ansprechbar zu sein und ein ansprechendes und vielfältiges Angebot anbieten zu können.
Christ zu sein, ist kein Ding, kein Besitz und nichts Statisches. Ab dem neuen Jahr 2024 beginnt ein neuer Weg.
Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!
Ludger Broeckmann, Pfarrei-Team St. Franziskus Uedem
St. Franziskus Uedem
